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07.10.2019 | 15:28
Therapieinnovation bei Fructoseintoleranz: Fructoflor® Großer Erfolg im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten

VDI warnt vor steigender Gefahr durch Antibiotika-Resistenzen

Düsseldorf - Viele Antibiotika wirken nicht mehr, Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen. Die Folgen sind dramatisch.

Antibiotika-Resistenzen
(c) UV2 DESIGN
Jedes Jahr sterben in der EU Schätzungen zufolge 33.000 Menschen an resistenten Erregern. Wir brauchen also dringend neue Antibiotika. Doch neben der Entwicklung neuer Präparate braucht es aus Sicht des VDI zugleich sehr viel mehr Anstrengungen bei dem Verhindern einer Ausbreitung von Resistenzen.

Resistente Bakterien und Wirkstoffe gelangen vor allem über das Abwasser kommunaler Kläranlagen sowie über Gülle und Gärreste aus Biogasanlagen in die Umwelt. Ein großes Problem: Denn resistente Keime können sich in der Umwelt vermehren und ihre Resistenzgene auf andere, und für den Menschen gefährliche Krankheitserreger, übertragen. Speziell an den genannten Hotspots müssen geeignete Behandlungsmethoden die Ausbreitung von Resistenzen reduzieren.

Der VDI setzt sich dafür ein, dass vor allem die technische Entwicklung von effizienten Verfahren zur Entfernung von Antibiotika in Kläranlagen, Stallungen und bei Biogasanlagen stärker gefördert wird. Außerdem sollte bereits bei der Entwicklung neuer Antibiotika auch deren Abbau in der Umwelt mitgedacht werden. Denn je schneller sich ein Wirkstoff in der Umwelt abbaut, desto geringer ist sein Beitrag zur Verbreitung von Resistenzen.

Einsatz von Antibiotika auf medizinisch notwendiges Maß reduzieren
Über 90 Prozent der Atemwegsinfekte wie Erkältung, akute Bronchitis oder akute Sinusitis sind viraler Natur. Eine antibiotische Behandlung ist in diesen Fällen nicht wirksam und oft mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden. Neben einer besseren Aufklärung der Öffentlichkeit setzt sich der VDI insbesondere für die Entwicklung von schnellen Diagnosetests ein, die die Unterscheidung zwischen viralen und bakteriellen Infektionen direkt in der Arztpraxis erlauben und unnötige Antibiotikagaben verhindern können.

VDI sieht Politik in der Pflicht
Immer mehr Pharmakonzerne haben in den vergangenen Jahren ihre Antibiotika-Forschung eingestellt. Niemand investiert schließlich in ein Produkt, das die Entwicklungskosten nicht decken kann. Der VDI fordert deshalb einen gesetzlichen europäischen Rahmen, der die Unternehmen in die Lage versetzt, Antibiotika-Forschung voranzutreiben.

Der VDI veröffentlicht im Januar 2020 die Publikation "Lebensretter Antibiotika - Kampf gegen Resistenzen und Erforschung neuer Wirkstoffe", die konkrete Handlungsempfehlungen formuliert und technische Maßnahmen vorstellt.

   Fachlicher Ansprechpartner im VDI:
   Dr. Martin Follmann
   VDI VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (TLS)
   Telefon: +49 211 6214-320
   E-Mail: follmann@vdi.de

Der VDI - Sprecher, Gestalter, Netzwerker
Die Faszination für Technik treibt uns voran: Seit 160 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 145.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Als Sprecher der Ingenieure und der Technik gestalten wir die Zukunft aktiv mit. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Als drittgrößter technischer Regelsetzer ist der VDI Partner für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft.




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Verfahren effizienten Resistente VDI Umwelt Gülle Bakterien kommunale Abwasser Förderung Antibiotika-Resistenzen Kläranlagen

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